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Die Geschichte des Blasorchesters Wachenbuchen beginnt im Jahre 1960. Einige junge Menschen melden sich auf Anregung Erwachsener mit dem Wunsch, der „Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Wachenbuchen“ beizutreten. Sie werden mit offenen Armen empfangen. Willi Fischer und Ludwig Hofmann I. unterrichten 1960 mit Hilfe von Philipp Bommersheim, der sich den Posaunen annimmt, zunächst 12 und dann immer mehr Jungen, die weder eine Ahnung von Noten, geschweige denn von Instrumenten besitzen.

Eifrig gehen sie zur Sache. Zuerst kommt der Einzelunterricht, dann das Musizieren im Verband. Im kleinen Kolleg und dann im Saal des Gasthauses „Concordia“ in der damaligen Hauptstraße (heute Alt Wachenbuchen) trifft man sich Woche für Woche, denn es soll ja vorwärts gehen. Gastwirt Jean Fix und Ehefrau Anna kümmern sich rührend um die Musikanten. Für die Räumlichkeiten brauchen sie nichts zu zahlen. Und wenn es kalt wird, bringen die Jungen von zu Hause sozusagen als Gegenleistung die Briketts mit. So war das noch vor 50 Jahren. 

Die musikalische Arbeit des Jahres 1960 lohnt sich. Am 18. Dezember 1960 ist es soweit. Beim Konzert der Freiwilligen Feuerwehrkapelle Wachenbuchen tritt zum ersten Mal das „Schülerorchester Wachenbuchen“ an die Öffentlichkeit. Es spielt sich mit zwei Musikstücken in die Herzen der Zuhörer.

Nun geht es Schlag auf Schlag. Im Sommer 1961, beim Jubiläumsfest der Turn- und Spielvereinigung „Kewa“, spielt das Schülerorchester  im vollbesetzten Festzelt auf. Beim Festumzug  sind die jungen Musikanten die Attraktion. Wochenlang hatte man vorher das Marschieren auf den Waldwegen geübt.

Jugendorchester 1961

 

Ein Jahr später waren es bereits 33 aktive Musiker. Und nun folgten Auftritte außerhalb der Gemäuer Wachenbuchens: Mittelbuchen, Hüttengesäß, Erbstadt, Hanau, Frankfurt-Höchst waren die Stationen.

 

Das Jahr 1964 schlägt mit einer Großzahl von Veranstaltungen zu Buche. Eine wichtige Begebenheit hat das Orchester am 6. und 7. Juni beim Fest der Frankfurter Sportpresse. Schon im selben Jahr, weilt man in Schladming / Österreich und wird für die muskalischen Auftritte mit Beifall überschüttet.

 

Das Jahr 1966 sollte zu einem musikalischen Höhepunkt werden. Aus der Fülle der Auftritte wollen wir nur einige hervorheben: 18. bis 23. Mai Avignon in Südfrankreich, Internationale VdK-Tagungen in Wetzlar vom 1. bis 5. Juni, vier Auftritte in der Festhalle, am 10. September Boxkampf um die Weltmeisterschaft Cassius Clay gegen Karl Miltenberger mit musikalischer Umrahmung und Nationalhymnen via Satellit Tel-Star, und wiederum Schladming vom 3. bis 7. November. Dies alles ist aber nicht vergleichbar mit dem, was man vom 20. bis 25. Juli 1966 in Kerkrade / Holland erleben durfte: Welt-Musikolympiade. Am 25. Juli kamen wir in Wachenbuchen mit einer Silbermedaille an.

1966 Auftritt Kerkrade

 

In den folgenden Jahren gab es Licht und Schatten. Langspielplatte, Single-Platte, Auftritt im Deutschlandfunk, Reisen nach Moosburg und Luisant. Aber im zunehmenden Alter der Musikanten gab es auch einige Probleme: die Schulzeit war vorbei, es folgte die Berufsausbildung, die Zeit der Bundeswehr. Manchmal saß nur noch ein Häuflein Zurückgebliebener beisammen. Eine Krisensitzung löste die andere ab.

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Dies ist die Stunde der Nachwuchsarbeit. Willi Fischer, der Leiter des Blasorchesters Wachenbuchen, hat in einjähriger Aufbauarbeit einen musikalischen Klangkörper aus 20 Nachwuchsmusikern entwickelt, dem eine große Zukunft prophezeit wird. Angefangen hatte es mit einem Aufruf anlässlich eines Konzertes, doch die Kinder zum Musikuntericht zu bringen. Willi Fischer konnte sich wenige Wochen später des Ansturms fast nicht mehr erwehren. Von einer Begrenzung des kleinen Orchesters auf 20 Musikanten will man aber nichts wissen. Jeder neue Musikant wird gebührend aufgenommen.

Der erste öffentliche Auftritt des Nachwuchsorchesters erfolgt beim Richtfest der Kindertagesstätte Wachenbuchen im Oktober 1972. Willi Fischer musiziert sich mit den jungen Menschen in die Herzen der Zuhörer.

 

Der Zulauf reißt nicht ab. Über 30 junge Jungen und Mädchen befinden sich 1975 in unserem Nachwuchsorchester. Die erste Auslandsreise ist Schladming. Dank der Unterstützung des VdK-Wetzlar fahren wir im November in die Steiermark. Die Auftritte in der Stadthalle und den übrigen Veranstaltungen des VdK und des österreichischen Kameradschaftsbundes werden zu großen Erfolgen.

1976 erleben wir unvergessliche Stunden in Südfrankreich. Im April geht die Fahrt nach Avignon. Das Nachwuchsorchester kann so überzeugen, dass schon im Juli des gleichen Jahres die Einladung nach Rognonas in der Nähe von Avignon erfolgt. Die französischen Freunde erweisen sich von außergewöhnlicher Gastfreundschaft.

 

Im Jahre 1977 heißt es: „Ab nach Moosburg in Kärnten“. Auch hier erleben  die jungen Menschen viel Freude. Sie musizieren im SOS-Kinderdorf, auf dem Hauptplatz am Lindwurm in Klagenfurt und im Saale des Gasthauses Tschermernig in Moosburg.

Die Veranstaltungen des Nachwuchsorchesters, das bald den Namen „Jugendorchester“ trägt, mehren sich. Beim Sport-Pressefest in der Festhalle in Frankfurt weiß das Jugendorchester zu gefallen.

Bald treten beide Orchester, das Jugendorchester und das Blasorchester, in der Öffentlichkeit auf.

1978 verkündet Willi Fischer, dass er den Taktstock des Dirigenten niederlegt. Er kann bewogen werden, sich erst 1980 von der Bühne zu verabschieden. Dies geschieht beim Konzert „20 Jahre Blasorchester Wachenbuchen“ am 11. Mai 1980. Das Geburtstagskonzert am 11. Mai 1980 ist der Tag, an dem Joachim Hofmann zum musikalischen Leiter des Blasorchesters  und des Jugendorchesters bestellt wird. Hofmann sieht den Augenblick gekommen, das Jugendorchester ins große Orchester zu integrieren.

 

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In die Geschichte des Blasorchesters Wachenbuchen wird das Jahr 1981 eingehen. 1981 ist das Jahr der Vereinsgründung. Am 31. März 1981 versammeln sich im Bürgerhaus Wachenbuchen 51 Gründungsmitglieder und beschliessen, ein Blasorchester in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins zu gründen. Dabei ist das Ziel, eine Einrichtung zu schaffen, die den Vereinsmitgliedern Gelegenheit bietet, der Kunst mit Hilfe der Musik zu dienen. Am 7. Juli 1981 wird das Blasorchester Wachenbuchen unter der Nr. 897 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Hanau eingetragen.

1982 beginnt ein neuer musikalischer Einschnitt. Ab diesem Zeitpunkt veranstaltet das Blasorchester Wachenbuchen unter seinem Dirigenten Joachim Hofmann komplette „Bunte Abende“ in Festzelten. Das Orchester kommt sehr gut an und Joachim Hofmann überzeugt mit Ansage, Parodien und Gesang. Die Presse ist voll des Lobes für diese Form der Darbietungen bei volkstümlichen Eintrittspreisen. Übereinstimmendes Urteil: „Auf teurere Stars kann man verzichten.“

Für die Nachwuchspflege des Blasorchesters Wachenbuchen ist das Jahr 1982 von entscheidender Bedeutung. Genossen im Jahr 1981 noch 14 junge Menschen Einzelausbildung, so sind es 1982 bereits 24! Ein jeder Verein lebt mittel- und langfristig von der Jugendarbeit.“

 

Geprägt war das Vereinsgeschehen des Jahres 1985 vom 25-jährigen Bestehen. Seinerzeit noch nicht an den Kerbtermin gekoppelt, plante man ein Jubiläumsfest für den Zeitraum 5. bis 8. Juli 1985. Der weitere Höhepunkt im Jubiläumsjahr war unbestritten das Konzert am 28. April im Bürgerhaus Wachenbuchen.

 

Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt – so kann man unser 30. Vereinsjahr 1990 charakterisieren. Deutschland wurde in Italien Weltmeister und der flinke Verteidiger von AS Rom, Thomas Berthold, kommt aus Wachenbuchen. Unser Fest vom 10. bis 13. August war ein voller Erfolg, aber leider mussten wir uns wehmütig von unserem langjährigen Dirigenten und Freund Joachim Hofmann verabschieden.

Einen 1. Rang mit Belobigung räumte unser Jugendorchester beim Jugendmusiktag in Biebergemünd-Kassel am 24. Juni ab.

Am 17. August galt es Abschied zu nehmen von Joachim Hofmann. Am 1. Oktober wurde Musikdirektor Gerhard Lorenz als neuer Dirigent des Blasorchesters verpflichtet und somit die musikalische Weiterentwicklung gesichert. 

 

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Eine neue Ära brach 1992 heran. In den Geburts- und Entwicklungsjahren wurde das Blasorchester, zunächst lange Jahre als Jugendblasorchester von seinem Gründer Willi Fischer, ohne den es naturgemäß diesen Verein nicht gäbe und dem wir auch  aus diesem Grunde zu tiefer Dankbarkeit verpflichtet sind, geführt. Es folgte in den achtziger Jahren Joachim Hofmann, unser Jogi, einer aus den eigenen Reihen, dem es trotzdem gelang der Erste unter Gleichen zu werden. Er prägte die Vereinsgeschicke durch seine humorvolle Art und bereicherte die musikalischen Auftritte durch seine Entertainmentbegabung, bei diesem Vollblutmusiker kam auch die Musikalität nicht zu kurz. Nun kam der 5-Sterne-Musikdirektor Gerhard Lorenz, ein Perfektionist, bei dem in den Stunden des Schaffens der Mensch hinter der Kunst zurück zu treten hatte. Gerhard Lorenz ging seinen Weg – und der Erfolg gab ihm Recht.

 

Die ersten Jahreshauptkonzerte unter der Stabführung von Gerhard Lorenz begeisterten die Zuhörer in ausverkauften Häusern.

Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte sollte die Teilnahme des Jugendorchesters am Wertungsspielen des Hessischen Musikverbandes am 23. Juni in Bad Soden-Salmünster sein. Es konnte an die gute Leistung vom zurückliegenden Jahr in Biebergemünd-Kassel anschließen und  erzielte in der Oberstufe mit dem Pflichtstück „Andante“ von Ludwig von Beethoven und „High Society“ von Manfred Schneider die Höchstpunktzahl und damit einen 1. Rang mit Auszeichnung.

Geprägt war das Jahr 1995 von den Festvorbereitungen für 35 Jahre Blasorchester und in musikalischer Hinsicht von den Proben für die Teilnahme am Bundesmusikfest in Münster.

Hoch motiviert, gut trainiert und doch mit erheblicher innerer Anspannung starteten wir mit insgesamt 62 Musikerinnen und Musikern am 3. Juni nach Münster. Die Nacht verbrachten wir im „Schloss Senden“. Konzentration vor dem Auftritt, eine letzte motivierende Ansprache von Gerhard Lorenz und dann ging es hinaus in die Arena, das heißt auf die Bühne, wo eine hochrangige Jury unseren Auftritt erwartete. Nachdem der letzte Ton verklungen war, brandete spontan Applaus im sachkundigen Publikum auf. Am Abend stand es dann fest und dies erfuhren wir nach unserer Rückkehr in Wachenbuchen, wir hatten neben dem Erlangen der Silbermedaille in Kerkrade den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte errungen. Wir waren mit 36 von 36 zu vergebenden Punkten Oberstufensieger beim 2. Deutschen Bundesmusikfest und wurden mit dem Prädikat „Ausgezeichnet“ belohnt.

 

Ein Generationswechsel vollzog sich 1997 in der Vorstandsspitze des Orchesters. Nach 25 Jahren Vorstandsarbeit und 16 Jahren Vorsitz übergab Horst Werner aus Gesundheitsgründen das Vereinszepter an Helmut Schmidt. Horst Werner wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung zum Ehrenvorsitzenden des Blasorchesters ernannt.

 

Am 21. Februar 1998 führte das Blasorchester einen „Schnuppernachmittag“ mit dem Ziel der Gründung eines so genannten „Fohlenorchesters“ durch. Insgesamt meldeten sich 32 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren zum Gruppenunterricht an. An diesem Tage wurde nachhaltig die Grundlage dafür geschaffen, dass das Blasorchester bis heute keine nennenswerten Nachwuchssorgen hat. 

Vom 7. bis 10. August fand das historische Fest „1200 Jahre Buchen“, in welches das Blasorchester, wie alle anderen Vereine auch, sehr stark eingebunden war, statt.

 

Verein verstärkt Nachwuchsarbeit: Unter diesem Motto und auf Initiative von Gerhard Lorenz wurde am 21. Februar 1999 ein neues Fohlenorchester gegründet. 37 Kinder und Jugendliche wurden geworben. Instrumente wurden vom Verein gestellt, was ein finanzieller Kraftakt war. „Jugendarbeit ist in jedem Verein der Eckpfeiler zum Erfolg“!

 

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Das Jahr 2000 und der Start in ein neues Jahrtausend waren an sich schon etwas Herausragendes. Aber auch unser Verein verzeichnete außergewöhnliche Aktivitäten, schließlich wurden wir 40 Jahre jung, das musste doch gefeiert werden. Erstmals auch eine Matinee der Jugend, eine legendäre Musikreise zum Schützenfest nach Eslohe und die Rückkehr unseres Dirigenten Gerhard Lorenz, der gegen seine schwere Erkrankung kämpfte.

Wie erhielten ein Engagement zum Schützenfest in Eslohe/Sauerland vom 24. bis 26. Juni 2000. Das Wetter war schlecht, aber die Stimmung der Schützen nicht, sie versorgten uns so gut mit „Verpflegung“, dass wir mit unserer Musik den „Vogel“ abgeschossen haben. Neue Freundschaften sind entstanden, wir haben eine neue Nationalhymne: „Wir woll´n den König sehn“ mitgebracht und das Gefühl, dass wir eines Tages hier wieder willkommen sein werden. Danke ihr Esloher Schützenbrüder.

Zur Kerb im August war doch das schönste Geschenk für uns alle: Gerhard Lorenz stand wieder vor seinem Orchester und entsprechend wurden wir beim Frühschoppen am Montag gefeiert.

 

Das Jahr 2001 kann man durchaus als turbulent einstufen. Der Verein hatte Grund zur Freude und zur Trauer. Es gab Vereinsaustritte, es gab Kündigungen durch den Verein und wegen des Vereins und dieses trotz hervorragender musikalischer Leistungen.

Unser Vereinsgründer Willi Fischer verstarb am 10. Februar 2001. Am 14. Februar, genau am Valentinstag, eigentlich ein Tag der Freude, mussten wir für immer Abschied von ihm nehmen. Dies war ein schwerer Tag nicht nur für die Familie, sondern auch für den Verein.

Am 10. Juni 2001 starteten wir mit unserer 2. Bläserklasse und wir konnten 23 Kinder von 5 bis 12 Jahren für den Verein gewinnen.

 

Es kam nicht überraschend: Vom 1. Januar 2002 an wurde der Euro gesetzliches Zahlungsmittel neben der Mark. Mit Ablauf des 28. Februar 2002, einer zweimonatigen Umtauschphase, verschwand die Mark ganz aus unserem Alltag und seitdem müssen wir uns die Zahl 1,95583 einfach einprägen.

Am 18. Februar 2002 verstarb unser Ehrenmitglied Horst Werner nach schwerer Krankheit. Er war von 1981 bis 1997 Vorsitzender des Blasorchesters und hat sich durch seinen Fleiß, seine fachliche Kompetenz und seine Kameradschaft außergewöhnliche Verdienste um den Verein erworben, ebenso wie seine ganze Familie.

 

Um der Jugend eine eigene Plattform für ihre Auftritte zu geben und sie nicht nur als „Vorgruppe“ des Stammorchesters zu sehen, veranstalteten wir erstmals am 2. Juni 2002 ein so genanntes „Familienkonzert“, das auch sehr gut angenommen wurde.

Dann die fürchterliche Nachricht. Gerhard Lorenz erlag seinem Leiden am 4. Dezember 2002. Die Weihnachtsfeier haben wir sofort abgesagt und unseren Dirigenten auf seinem letzten Weg am 7. Dezember 2002 begleitet.

Aber das Leben und unsere Vereinsarbeit mussten weitergehen. Wir hatten so viele junge Menschen in Ausbildung und ein drittes Fohlenorchester war in Planung, also machten wir uns Gedanken über einen Nachfolger für unseren Freund und Dirigenten Gerhard Lorenz. Am 30. Dezember 2002 konnten wir Jens Weismantel als neuen Dirigenten für das Blasorchester gewinnen.

 

Am 10. Januar 2003 stand Jens Weismantel als damals 26-jähriger vor dem Orchester. Dann kam die Bewährungsprobe für uns und den Dirigenten zum Jahreskonzert am 10. Mai 2003 in der Mehrzweckhalle in Mittelbuchen. Gut war auch, dass wir an diesem Abend 23 Nachwuchsmusiker/innen für die bestandene D-1-Prüfung durch den Hess. Musikverband auszeichnen konnten.

Unter dem Motto: Instrument sucht Spieler veranstalteten wir am 15. Juni 2003 bei hochsommerlichen Temperaturen einen Tag der offenen Tür und es konnten wieder einmal 25 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren für den Verein gewonnen werden. Nach 1999 und 2001 hatten wir also jetzt unser 3. Fohlenorchester.

 

Der Höhepunkt in 2004 war die musikalische Ungarnreise des Blasorchesters mit rund 40 Musikern und Musikerinnen vom 28. bis 31. Mai nach Esztergom und Budapest. Bei einem Platzkonzert an der Fischerbastei in Budapest und an der Basilika in Esztergom stellten die Musiker ihr Können ebenso wie bei einem kleinen Konzert im Festzelt anlässlich des Tages der „Ungarndeutschen Minderheit“ unter Beweis.

Deutschland im Ausnahmezustand. Fußballweltmeisterschaft, Hochstimmung, ein super Sommer, 2 herausragende Konzerte, gutes Abschneiden beim Wertungsspiel des Hess. Musikverbandes und doch, unser Verein musste neben all dieser Freude auch schmerzliche Verluste hinnehmen. Oliver Koch, unser Vorstandsmitglied und Ressortleiter Musik verstarb mit 37 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit. Erwin Jung, unser „Kapellenschreiner“ und förderndes Mitglied ging von uns, und auch von unserem Ehrenmitglied Else Fischer verabschiedeten wir uns Ende des Jahres.

Christine Schäfer mit dem 34-köpfigen Fohlenorchester und Jens Weismantel mit seinen 35 Jungmusikern/innen vom Jugendorchester gestalteten am 25. Juni 2006 ein Jugendkonzert im Bürgerhaus Wachenbuchen.

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen Moosburg und Maintal fand am 10. Juni eine kleine Feier mit Brunneneinweihung vor dem Historischen Rathaus statt, die das Jugendorchester musikalisch begleitete.

 

Freude steht neben Wehmut, so beschrieb der Maintal Tagesanzeiger unser Hauptkonzert, und besser hätte man dieses Jahr nicht betiteln können. Zur Freude hatten wir viele Anlässe. Da war unser überwältigendes Konzert am 5. Mai 2007, die Musikreise nach Eslohe/Sauerland vom 23. bis 25. Juni 2007.

Für Wehmut sorgte die Tatsache, dass unser Dirigent aus guten und nachvollziehbaren Gründen sein hohes Engagement in Wachenbuchen beenden musste. Deshalb machte sich der Vorsitzende auf die Suche nach einem Nachfolger und wurde am 4. März 2007 in Nidderau fündig. Dort dirigierte Bernd Schneider ein Konzert des Blasorchesters Nidderau und wir blieben in Kontakt.

Bei unserem Hauptkonzert ging für den Vorstand ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Sowohl das Fohlenorchester als auch das Jugendorchester musizierten gemeinsam mit dem Stammorchester und so brachten wir über 120 Musiker/innen auf die Bühne.

 

 

Nun waren wir nur noch 2 Jahre von unserem 50-jährigen Vereinsjubiläum entfernt und dieses Thema sollte uns mehr und mehr beschäftigen. In einer Sondersitzung am 18. März 2008 beschloss der Vorstand, drei Arbeitsgruppen zur Organisation des Jubiläumsfestes, verbunden mit der Kerb, einzurichten.

Im August gründeten wir eine „Bläserklasse“ unter der Leitung von Dominik Thoma, der die Eltern am 15. September 2008 in einer Elternversammlung über die Vorgehensweise des Vereins ausführlich informierte. Im November war es dann endlich so weit, die 37 Jungen und Mädchen bekamen am 21. November 2008 nagelneue Instrumente in die Hand und jeder durfte dieses auch mit nach Hause nehmen, um zu üben.

 

Sehr gut sind wir in das „Neue Jahr 2009“ mit einer Premiere gestartet. Es ist ja schon Tradition, dass das Bläserquintett und die Saxophonisten vor Weihnachten in der Kirche konzertieren. Aber ein Neujahrskonzert in der evangelischen Kirche mit 50 Musikern, das gab es in unserer Vereinsgeschichte noch nicht.

 

Auch ein Novum in der Vereinsgeschichte war ein Jugendkonzert am 16. Mai 2009, das vor unserem Hauptkonzert am 23. Mai im Bürgerhaus in Wachenbuchen stattfand. Dominik Thoma präsentierte die Bläserklasse 2008, das Fohlen­orchester und das Jugendorchester und konnte voll überzeugen.

 

Die Raumnöte des Blasorchesters waren den Verantwortlichen der Stadt schon lange bekannt. So kamen Bürgermeister und Erster Stadtrat zu der Überlegung, das alte Rathaus als Lösung der Pro­bleme ins Auge zu fassen. In einer Sondersitzung am 7. September 2009 stimmte die Mitgliederversammlung diesem Vorhaben einstimmig zu. Zuvor hatten sowohl der Magistrat als auch die Stadtverordnetenversammlung grünes Licht gegeben.

 

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2010; Das Blasorchester feiert sein 50-jähriges Bestehen. Im festlich dekorierten Bürgerhaus wurde das Jubiläumsjahr mit einer Silvesterparty begrüßt. Nach diesem gelungenen Start ins Jubiläumsjahr freuten wir uns auf das Kirchenkonzert am 24. Januar 2010.

Wir spielten dieses Progamm in zwei weiteren Kirchenkonzerten in Hanau-Mittelbuchen und Maintal-Dörnigheim.

 

Im Februar 2010 begleitete das Orchester die Faschingsumzüge in Hanau Mittelbuchen und in Maintal Dörnigheim.

 

Das Motte des Orchesters war im Bezug auf die begonnenen Sanierungsarbeiten des alten Rathauses im Wachenbuchen, "Wir schaffen unser Vereinsheim".

Ziel der Sanierungs- und Umbauaktivitäten am alten Rathaus war es, ein Haus der Musik in Wachenbuchen zu schaffen. Im Februar wurde die Grundsanierung begonnen. Ein neues Dach, die Fassade, neue Fenster, Wärmeisolierung und und und. Und alles parallel zu den umfangreichen Vorbereitungen der Events zum Festjahr 2010.

 

Am 13. März fand die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen des Blasorchester Wachenbuchen statt. Durch ein abwechslungsreiches Programm umrahmt, wurden viele langjährige Mitglieder des Vereins geehrt. Dabei standen natürlich die von der Gründung bis heute aktiven Musiker im Mittelpunkt.

 

Im April dann, als nächstes Highlight, das Treffen der ehemaligen Aktiven des Vereins. Viele Musiker kamen um, Freunde zu treffen, über vergangene Zeiten zu sprechen und natürlich, um wieder einmal gemeinsam zu musizieren.

Der musikalische Höhepunkt des Festjahres 2010 folgte im Mai. Im Rahmen des Frühjahrskonzertes in der Mehrzweckhalle in Mittelbuchen, spielten das Nachwuchsorchster, das Jugenorchester und das Stammorchester auf. Dabei nahm das Orchester die Zuhörer unter dem Motto "Lieder aus 50 Jahren" auf eine musikalische Zeitreise mit. Zum Abschluss des erfolgreichen Konzertes, spielten die Musiker aller Orchester gemeinsam. So waren wieder einmal mehr als 100 Musiker auf der Bühne

 

Im Juni folgten gleich zwei Veranstaltungen. Am 6. Juni spielte das Stammorchester in einem Open-Air Konzert mit "Harmonic Brass" auf der Ronneburg. Beide Orchester brillierten bei bestem Wetter und boten in mittelalterlichem Ambiente ein abwechslungsreiches Programm.

 

Am 12. Juni folgte der Nachwuchs mit seinem Jugendkonzert in der Halle des Bürgerhauses Wachenbuchen.

Sowohl das Nachwuchs- als auch das Jugendorchester überzeugten mit guten Leistungen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden mehr als 20 Jungmusiker für die bestandene D1-Prüfung geehrt.

 

 

Nach dem Straßenfest im Juli wurde im August die Kerb in Wachenbuchen durch das Blasorchester ausgerichtet. Im Zuge der Festaktivitäten wurde ein besonders umfangreiches und außergewöhnliches Programm auf die Bühne gestellt. Internationale Gäste und Künstler waren eingeladen und machten mit ihren Beiträgen die Kerb zu einem herausragenden Erlebnis. Höhepunkte der Kerb 2010 waren sicherlich der Auftritt der "Klostertaler" am Samstag und der Festumzug am Sonntag.

Beim traditionellen Frühschoppen am Montag, brachte das Stammorchester die zahlreichen Besucher im Festzeltes in Stimmung.

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Im September folgte dann der Helferfrühschoppen, mit dem sich der Verein bei den unzähligen Helfern bedankte, ohne die eine Kerb nicht durchführbar wäre.

Im Oktober unternahmen die Mitglieder des Vereins dann einen Ausflug zur Grube Messel. 

 

Am 6. November spielte das Blasorchester in der Mehrzweckhalle in Mittelbuchen zu seinem jährlichen Herbstkonzert auf. Nachwuchs-, Jugend- und Stammorchester begeisterten die Besucher der voll besetzten Halle mit einem abwechslungsreichen Programm.

 

Den Abschuss des Festjahres bildete die Jahresabschlussfeier im Dezember. Bei einem heiterenJahresrückblick auf die Veranstaltungen des Festjahres und weiteren Highlights konnten wir ein überragendes Jahr 2010 für das Blasorchester in ausgelassener Stimmung abschließen.

 

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